Hauptsache Geld fliesst

Wie sich Umweltverbände kaufen lassen
Kritische Medien sind den Umweltverbänden auf der Spur und berichten, wie diese ihre Machtstrukturen als Selbstzweck ausbauen, Studien von eigenen Leuten erstellen lassen, und Bürgerinitiativen damit in den Rücken fallen.
Der Panorama-Beitrag vom 15.3.12 ist auf youtube anzuschauen:  „Geld statt Widerstand: Wie sich Umweltverbände kaufen lassen“.

 

Parallelen zur Entwicklungshilfe
Cristina Perincioli: Auch hier werden Projekte gefördert, die oft nicht sinnvoll sind – langfristig zeigen sich dann grotesk negative Folgen dieser Entwicklungshilfemillionen. Sie dienen als Feigenblatt für eine EU-Agrarpolitik, die die Bauern u.a. in Afrika existenziell bedroht – durch „Hilfslieferungen“ und Schutzzölle.
Da aber alle in Entwicklungshilfeprojekten tätige Personen an diesem Geldfluss hängen, ist eine nüchterne Betrachtung der Ergebnisse nicht erwünscht.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass es auch beim Naturschutz nur um symoblische Politik geht. Eine Gesellschaft, deren Ökonomie auf Wachstum basiert, muss notwendigerweise ständig Natur vernichten, zubauen, unterwerfen. Verordneter Naturschutz dient als Feigenblatt, eine Art psychologischer Ablasshandel. So reserviert die EU einen bestimmten Prozentsatz ihrer Fördermittel für den Naturschutz. Dafür werden dann Programme formuliert, die nicht per se sinnvoll sind, sondern Kompromisse darstellen zwischen den Interessengruppen verschiedener Länder.

Da Deutschland der grösste Nettozahler der EU ist, muss auch ein gewisser Teil der Gelder für Naturschutzprojekte nach Deutschland zurückfliessen. Leider ist Deutschland so dicht besiedelt, das erschwert deren Umsetzung…

 

Kein Monitoring
Bei diesem enormen Geldfluss würde man zumindest eine Erfassung der Tier- und Pflanzenbestände vor und nach einer „Massnahme“ erwarten. So könnte  überprüft werden, ob die Massnahme das angestrebte Ziel erreicht oder Folgen hat, die in Zukunft vermieden werden sollten (Beispiel Wiesenbrüterprogramm).
Selbst Fachleute, die in diesen Projekten arbeiten sind frustriert darüber, dass „für Monitoríng kein Geld da ist“ – eine Überprüfung per „Augenschein“ reichen muss. So erfahren sie nie ein Feedback, eine Überprüfung ihres Denkens und Planens.

 

Gutachten
Anders als beispielsweise in der Baustatik, kann im Naturschutz jeder ein Gutachten liefern. Ein Gutachter im Naturschutz braucht nicht einmal ein abgeschlossenes Studium. Entscheidend für ein Fortkommen als Gutachter aber ist, gut mit Naturschutzorganisationen vernetzt zu sein, um dort als Gutachter weiterempfohlen zu werden.
Erkenntnis: Gefälligkeitsgutachten sind somit Berufs-Voraussetzung.

 

Diese Vermutung weist der  LFV Nuthe-Nieplitz-Niederungen weit von sich:
Caroline Träger: Der Verein braucht immer wieder neue Projekte, um Fördergelder zu bekommen, damit die Beschäftigten weiter bezahlt werden können. Am Anfang war das Reiten hier verboten, da schrieb der Verein eine Stelle aus, um das Wander- und Reitwegenetz auszuschildern. Dann kam das Wiesenbrüterprogramm.

Diese Gegend wurde Naturschutzgebiet, weil es so viel Schützenswertes gab. Nun ist das alles weg und heruntergewirtschaftet. Das kann der Politik doch nicht gleichgültig sein.
Die machen Projekte, nicht weil sie sinnvoll sind, sondern weil es Geld dafür gibt.
Man müsste mal nachschauen, ob sie mit ihren Projekten eigentlich die Richtlinien und Zielvorgaben dieser Förderprogramme erfüllt haben.