CO2

Moore sind natürliche CO2-Speicher. Mit diesem Argument soll extensiv bewirtschaftetes Grünland vernässt und in Moore zurückzuverwandelt werden, die dann CO2 speichern würden.

Zitate….

Prof. Dr. Jürgen Augustin vom ZALF, Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung erläuterte in einen Vortrag am 7.6.2012 in Stücken den aktuellen Wissenstand. Bei der Wiedervernässung selbst verroten die Pflanzen, es entstehen Lachgas und Methan – Gase die ein Vielfaches klimaschädlicher sind als CO2. Wann das „renaturierte“ Moor dann schliesslich CO2 speichert – ob in 10 oder in 100 Jahren – ist nicht bekannt. Ob es dann ausreichend CO2 speichert, um die giftigen Emmissionen bei seiner Entstehung auszugleichen oder zu übertreffen, das weiss niemand wirklich.

Der Agronom Dr. Arthur Chudy (Uni Rostock) bemerkt, dass über von Wasser bedeckten Wiesen zwar kein Methan mehr gemessen werden kann, es findet dann aber unter Luftabschluss auch keine Moorbildung statt.
Fazit: Niedermoore, die nicht zu Acker umgebrochen, sondern extensiv beweidet werden, emitieren nicht mehr CO2, als jede andere Wiese.

Demnach gibt es keinen Anlass, diese Wiesen unter Wasser zu setzen und damit verfaulen zu lassen.
Richtig ist, den Grundwasserstand so hoch wie möglich zu halten und dabei starke Schwankungen über wasserbauliche Einrichtungen (die vorhanden sind, aber 20 Jahre lang vernachlässigt wurden) auszugleichen.

 

…und die Grossen lässt man laufen!

Offenbar wurde auf Ministerebene beschlossen, die CO2 Bilanz des Landes Brandenburg durch „Wiedervermoorung“ aufzubessern.
Wissenschaftlich zweifelhaft, scheint es doch politisch leicht durchsetzbar: Solche Projekte finden in der „Tiefe des ländlichen Raums“ statt, es trifft kleine Dörfer, verstreute Ansiedlungen, kleine Betriebe ohne Lobby, Menschen, die sich politisch und juristisch nicht zu wehren wissen.
Dagegen werden CO2 Schleudern, wie der Braunkohleabbau nicht angetastet.

 

„Stücken heizt mit Holz“
…titeln die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ am 25.September 2012. Dort haben elf Familien auf Holzvergaser umgestellt und sparen damit pro Jahr 33.000 Liter Öl und 88 Tonnen CO2.